Grazer Innenhöfe beleben

Technisches Büro für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung - DI Maria Baumgartner

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Hintergrund & Auslöser
Das Projekt „Grazer Innenhöfe beleben“ bezweckt die Attraktivierung und Nutzbarmachung der Grazer Innenhöfe für die AnwohnerInnen. In dicht bebauten Stadtgebieten sind Innenhöfe wichtige Grünoasen für die Naherholung, sie wirken positiv auf das städtische Kleinklima und den lokalen Wasserrückhalt. Zudem ermöglichen sie das Auslagern von hauswirtschaftlichen Aktivitäten und sind traditionelle Orte kleingewerblicher Tätigkeiten.

Die zentralen Ergebnisse & Wirkungen vorweg
Das Projekt führte grundsätzlich zu einer verstärkten gesellschaftlichen Präsenz des Themas. In der medialen Schwerpunktlegung von Jänner – Mai 2007 fand das Projekt in insgesamt 13 Printmedienberichten (10 verschiedene Printmedien) sowie in fünf Online- bzw. elektronischen Medien eine positive Berichterstattung.

Verstärkte Kommunikation und Nutzbarkeit der Höfe
Innenhöfe sind essentielle Teile des vollständigen Wohnens (Verfügbarkeit von Innenhaus und Außenhaus) und neben den Vorgärten die wichtigsten gebäudebezogenen außerhäuslichen Kommunikationsräume. Die Erhaltung der Höfe als häuslicher Wirtschaftsraum stellt eine wichtige Subsistenzperspektive (z.B. für Pflanzenproduktion) dar und diente auch historisch der Armutsbekämpfung. Hauptprofiteure der Hoferhaltung und –nutzbarmachung sind insbesondere stärker wohnungsbezogene Bevölkerungsgruppen (Kleinkinder, betreuende/haushaltsführende Erwachsene, Personen außerhalb des Erwerbslebens). Der mehrstufige Partizipationsprozess führte in allen sieben Pilothöfen zur verstärkten hofinternen und –externen Kommunikation sowie zur Nutzbarkeit der Höfe (Aufhebung von Nutzungsverboten, Entfernung von Absperrungen etc.). Bei der Auswahl der Pilothöfe wurden Einreichungen aus städtebaulich benachteiligten Gebieten mit sozial schwächer gestellten Personen bevorzugt behandelt.

Erhöhung der städtischen Lebensqualität
Zudem tragen die Höfe sehr wesentlich zur städtischen Lebensqualiltät bei. Es ist unglaublich zu erleben, wie man von einer stark befahrenen, lauten Straße durch Querung des Gebäudes in wenigen Schritten in eine ruhige, grüne Oase mit Schmetterlingen und Vogelgezwitscher wechseln kann. Neben der Erhöhung des Grünanteils, der damit verbundenen Verbesserung der Luftqualität (Sauerstoffproduktion, Schadstoffbindung) und des Kleinklimas (Ausgleich städtischer „Wärmeinseln“) sowie der Erhöhung des lokalen Wasserrückhalts (Entlastung der Kanalisation durch Entsiegelungen) führen Höfe als attraktive wohnungsnahe Freiräume auch zur Reduktion des motorisierten Mobilitätsbedarfs und leisten damit sowohl direkt wie indirekt einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz.

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Ein-Personen-Unternehmen
Gründungsjahr:
1998

KONTAKT

Ansprechpartnerin:
DI Maria Baumgartner
Westbahngasse 39
A-8054 Graz
www.maria-baumgartner.com

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