Klimabilanzierung und Energiegemeinschaften einfach gemacht

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14. April 2026, online. Beim VZ Impulsfrühstück standen diesmal Klimabilanzierung und Energiegemeinschaften im Fokus. Die Impulsbeiträge kamen von der WK Kärnten sowie den Raiffeisen Landesbanken Kärnten und Steiermark. Im Mittelpunkt: Wie können Unternehmen einfach in die Klimabilanzierung einsteigen und gleichzeitig durch Energiegemeinschaften konkrete ökologische und wirtschaftliche Vorteile nutzen.

 

Gleich zu Beginn zeigte eine interaktive Abfrage ein klares Bild: Die teilnehmenden Unternehmen befinden sich auf sehr unterschiedlichen Entwicklungsstufen – von ersten Vorbereitungen bis hin zu laufend erstellten Klimabilanzen und -strategien. Genau dieser Mix machte den Austausch wertvoll und eröffnete Raum für gezielte Fragen und praxisnahe Diskussionen.

 

Einfach starten: Klimabilanzierung greifbar machen

Die Wirtschaftskammer Kärnten zeigte mit dem Klimaportal einen praxisnahen Zugang zur Klimabilanzierung. Der Einstieg gelingt bewusst niederschwellig – Schritt für Schritt entlang vorhandener Daten. „Am Anfang ist es wichtig, dass man seine Daten strukturiert und sammelt und ein Gespür dafür entwickelt, was überhaupt relevant ist“, so Verena Ogris vom Servicezentrum der WK. Das kostenlose Tool unterstützt bei der strukturierten Erfassung und liefert erste Auswertungen sowie Ansatzpunkte für Reduktionsmaßnahmen. Besonders geschätzt wurde von den Teilnehmenden, dass vorhandene Aktivitäten und Fortschritte unaufwendig sichtbar werden und als Grundlage für nächste Schritte dienen.

 

Energiegemeinschaften: regional und wirtschaftlich

Die Raiffeisen Landesbanken Kärnten und Steiermark stellten Energiegemeinschaften als zukunftsweisendes Modell vor. Seit 2021 kann Strom regional geteilt und gehandelt werden – mit klaren Vorteilen. „Wer Strom innerhalb der Gemeinschaft bezieht, spart rund 28 Prozent der Netzkosten“, erklärte Wolfgang Saiwald, RLB Kärnten. Neben Einsparungen stärken Energiegemeinschaften die regionale Kreisläufe und sorgen für mehr Preisstabilität. „Wir wollen ein stabiles, faires Energiepreismodell schaffen, von dem alle profitieren“, ergänzte Steffen Wirth, RLB Steiermark.

 

In der Diskussion wurde der lebendige Austausch im Netzwerk wieder deutlich: Die Unternehmen berichteten offen von eigenen Erfahrungen, etwa mit ersten Umsetzungen oder Herausforderungen bei einzelnen Netzbetreibern. Zugleich haben die Teilnehmenden das Thema als klares Zukunftsfeld bestätigt – sowohl für den betrieblichen als auch privaten Bereich. Das Fazit vieler Teilnehmender: Der Austausch bringt neue Perspektiven und konkrete nächste Schritte – Impulse, die Lust auf mehr machen.

Dabei waren Vertreter.innen von: Alpacem, AT&S Fehring, Billa Steiermark, BKS Bank, Caritas Kärnten, ConSolid, Diakonie de La Tour, E-Werk Gösting V. Franz, FH Kärnten, Frutura, Hilfswerk Kärnten, Kärntner Landesversicherung, KNAPP, Raiffeisenbank Eberndorf, Raiffeisen Landesbank Kärnten, Raiffeisen-Landesbank Steiermark, Volksbank Kärnten, Weißenseer und WK Kärnten.

Herzlichen Dank einmal mehr den Impulsgeber:innen für die interessanten und offenen Einblicke in die Arbeit und allen Teilnehmenden für das Interesse und das Einbringen der eigenen Erfahrungen. Bis zum nächsten Mal!