Nachhaltigkeit im Austausch: Vernetzt und gestärkt weiter
8. April, Klagenfurt / 9. April 2026, online. Wie gelingt Nachhaltigkeit im Unternehmensalltag im Moment – und welche Themen stehen aktuell und im kommenden Jahr im Fokus? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Austauschtreffen der Nachhaltigkeitsverantwortlichen aus dem Kreis des Verantwortung zeigen! Netzwerks.
Die Treffen fanden in zwei Formaten mit identischem Ablauf statt: in Präsenz im Netzwerkbüro sowie online. Vertreter:innen aus Unternehmen und Organisationen nutzten die Gelegenheit, um Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam zentrale Handlungsfelder zu identifizieren. Im Zentrum des Austauschs stand ein strukturierter Blick auf Nachhaltigkeit entlang von fünf zentralen Themenfeldern:
- Klima & Energie
- Kreislauf & Ressourcen
- Organisation & Governance
- Menschen & Kultur
- Markt & Lieferkette
Dabei wurde deutlich: Nachhaltigkeit zieht sich unabhängig von der Branche durch alle Bereiche eines Unternehmens – von der Strategie über operative Prozesse bis hin zur Unternehmenskultur.
Zentrale Themen und Herausforderungen
In den Diskussionen zeigten sich als Schwerpunkte:
- Klimaschutz und Energie: CO₂-Bilanzen, Energiemanagement und Dekarbonisierung sind zentrale Steuerungsinstrumente.
- Lieferketten und Beschaffung: Transparenz, Datenverfügbarkeit und Partnerschaften gewinnen an Bedeutung.
- Strategie und Reporting: Die Anforderungen durch Regulierungen, Kunden- oder Ratinganfragen machen eine explizite Verankerung im Unternehmen notwendig.
- Ressourcen und Kreislaufwirtschaft: Effizienz, Kreislauforientierung und der Umgang mit Wasser und Biodiversität rücken stärker in den Fokus.
- Menschen und Kultur: Bewusstseinsbildung, Mitarbeiter:innen-Einbindung und Unternehmenskultur sind entscheidend für den Erfolg.
Gleichzeitig wurde sichtbar, dass Nachhaltigkeit oft mit konkreten Zielkonflikten verbunden ist, den die Nachhaltigkeitsverantwortlichen bestmöglich austarieren –zwischen Effizienz und Praktikabilität oder zwischen ökologischen und sozialen Anforderungen.
Stimmungsbild: Gute Basis, aber herausforderndes Umfeld
Die Einschätzung der Teilnehmenden zeigt, dass intern mehrheitlich eine stabile bis gute Ausgangslage für Nachhaltigkeitsthemen besteht. Externe Rahmenbedingungen werden heterogener und unsicherer wahrgenommen, weshalb der Austausch im Netzwerk weiter an Bedeutung gewinnt.
Lernen im Netzwerk: Gemeinsam weiterkommen
Der Bedarf an zwischenbetrieblichem Austausch, gemeinsamem Lernen und Kooperation ist hoch und das VZ Netzwerk wird als wichtiger Raum erlebt, um Erfahrungen zu teilen, Herausforderungen gemeinsam zu reflektieren und konkrete Lösungen zu entwickeln.
Abschließend gaben die Teilnehmenden einander Tipps unter dem Motto „von und für Nachhaltigkeitsverantwortliche“:
- Besser nicht-perfekt beginnen, als perfekt zu zögern 😊
- Kleine Schritte führen zum Ziel
- Dranbleiben und Geduld bewahren
- Geduld – und never give up 😊
- Themen mit Humor angehen
- Schnellere Erfolge motivieren intern – also klein anfangen …
Auf Basis der Ergebnisse wird die Nachhaltigkeitsarbeit im Netzwerk weiter vertieft. Geplant sind Impulsformate zu den identifizierten Themenfeldern, Praxisdialoge mit Betriebsbesuchen und vertiefende Lernnetztreffen. Zudem werden stärker als bisher gute Beispiele aus dem Netzwerk sichtbar werden.
Mit Engagement, Offenheit und dem Mut, einfach zu tun, entsteht Schritt für Schritt echte Wirkung. Daher heißt es im Sinne des Zitates einer Teilnehmerin: Vernetzt und gestärkt weiter machen. Danke!
Mit dabei waren Vertreter:innen von Advantage, Alpacem, AMS Kärnten, BKS Bank, Caritas, Diakonie de La Tour und KABEG sowie im Online-Format u. a. CTP, Hilfswerk Kärnten, Kelag, Raiffeisenbank Eberndorf, Styria Media Group, Volksbank Kärnten und der WK Kärnten.














