Wie Demografie und KI Arbeit und Märkte verändern
online, 13. Oktober 2026. Wie verändern demografischer Wandel und künstliche Intelligenz gemeinsam die Zukunft von Unternehmen? Beim VZ Impulsnachmittag beleuchteten FH-Prof. Dr. Alexander Schwarz-Musch und FH-Prof. Dr. Julia Kaesmayr von der CU Hochschule Kärnten zwei zentrale Perspektiven: die Veränderungen von Märkten, Kunden und Geschäftsmodellen sowie die Auswirkungen auf Arbeit, Wissen und Kompetenzen. Vier Netzwerkunternehmen brachten dazu konkrete Fragestellungen aus ihrer betrieblichen Praxis ein.
KI verändert Märkte und Geschäftsmodelle
Dass künstliche Intelligenz weit mehr verändert als interne Arbeitsprozesse, zeigte Alexander Schwarz-Musch, Studiengangsleiter Business Development & Management anhand zahlreicher Praxisbeispiele. KI beeinflusst zunehmend, wie Kunden Informationen suchen, Kaufentscheidungen treffen und Leistungen in Anspruch nehmen. Gleichzeitig entstehen neue Wettbewerber und Geschäftsmodelle, bestehende Marktstrukturen verändern sich. Seine zentrale Botschaft: Unternehmen müssen nicht nur überlegen, wie sie KI intern einsetzen, sondern vor allem auch bedenken, wie sich ihre Märkte und damit die Anforderungen an ihre zukünftigen Kompetenzen verändern.
Wenn Erfahrung knapp wird
Julia Kaesmayr, sie ist Studiengangsleiterin Wirtschaftspsychologie an der CU, richtete den Blick auf die Menschen und die Zukunft der Arbeit. Mit dem Ausscheiden geburtenstarker Jahrgänge verlieren Unternehmen nicht nur Arbeitskräfte, sondern auch wertvolles Erfahrungswissen. Gleichzeitig übernimmt KI zunehmend Tätigkeiten, durch die junge Beschäftigte bisher Erfahrungen sammeln konnten. Wie gelingt künftig der Kompetenzaufbau, wenn klassische Einstiegsaufgaben wegfallen? Und wie kann KI helfen, Wissen zu sichern und generationenübergreifend weiterzugeben? Interessant war auch die Diskussion darüber, warum jüngere Menschen KI mitunter kritischer gegenüberstehen als ältere Beschäftigte, für die sie vor allem eine „risikolose“ Arbeitserleichterung bedeutet.
Vier Unternehmen, vier Zukunftsfragen
Wie konkret diese Entwicklungen Unternehmen bereits beschäftigen, zeigten vier Praxisbeiträge: Christina Florian von der BKS Bank stellte die Frage, wie junge Menschen künftig als Kunden erreicht werden können. Bettina Wenigwieser von der Kärntner Sparkasse beleuchtete die Möglichkeiten KI-gestützter, generationengerechter Beratung und die zukünftige Rolle der Bankfilialen. Corinna Salzmann von der PMS Group berichtete von der Frage der Sicherung und Weitergabe betrieblichen Erfahrungswissens und Katharina Mori von der Kelag stellte die Veränderungen von Berufsbildern und zukünftigen Kompetenzanforderungen in den Mittelpunkt.
Die vier Fragestellungen der Unternehmen werden von Studierenden des Masterstudiengangs Business Development & Management der CU Hochschule Kärnten im Rahmen eines Hackathons im Laufe dieses Semesters bearbeitet. Die Ergebnisse werden am 29. Jänner 2027 in Villach präsentiert und alle VZ Netzwerkpartner werden eingeladen sein, dabei zu sein und die besten Ausarbeitungen in einem Publikumsvoting zu honorieren.
Der Impulsnachmittag machte deutlich, wie eng demografischer Wandel und KI miteinander verbunden sind und wie wichtig es ist, beide Entwicklungen vorausschauend und im Sinne der Menschen und Unternehmen zu gestalten.
Ein herzliches Dankeschön an Alexander Schwarz-Musch und Julia Kaesmayr für die fundierten fachlichen Impulse, an die vier Unternehmensvertreterinnen für die Einblicke in ihre konkreten betrieblichen Fragestellungen und an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auch den Studierenden, die dabei waren, für das Interesse und den gemeinsamen Austausch.








