Kraftvoller Auftakt der Generationendialoge 2026
Klagenfurt, 15. Jänner 2026. Was gibt Arbeit Sinn – und wie gelingt es, wirtschaftlichen Erfolg mit persönlicher Bedeutsamkeit zu verbinden? Diese Fragen prägten den 1. Generationendialog 2026 des Netzwerks Verantwortung zeigen!, der am 15. Jänner in der Zentrale der Kelag Energie in Klagenfurt stattfand. In einer offenen, vertrauensvollen Atmosphäre trafen erfahrene Entscheidungsträger:innen und future minds^ aufeinander, um einander zuzuhören, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam nach vorne zu denken.
Ein geschützter Raum für echten Austausch
„Wir schaffen mit den Generationendialogen einen Raum, in dem das ausgesprochen werden darf, was Unternehmen bewegt – oft leise, oft zwischen den Zeilen“, eröffnete Iris Straßer, Geschäftsführerin von Verantwortung zeigen!, den Nachmittag. Gemeinsam mit Martin Straßer, Leiter der future minds^, führte sie durch das bewusst dialogisch aufgebaute Format. Erst sprechen die etablierten Führungskräfte, dann die jungen Stimmen – bevor in einer dritten Runde Perspektiven zusammengeführt werden.
Martin Straßer gab den inhaltlichen Rahmen vor: Sinn entstehe nicht durch perfekte Definitionen, sondern dort, wo Arbeit mehr sei als ein Tausch von Zeit gegen Geld – nämlich ein Ort, an dem Menschen Wirkung, Entwicklung und Zugehörigkeit erleben.
Führung zwischen Verantwortung und Wirkung
Als Gastgeber betonte Danny Güthlein, Vorstand der Kelag, die Rolle von Führung in Zeiten des Wandels. „Führung schafft Rahmen, nicht Antworten“, hielt er fest. Sinn entstehe dann, wenn Menschen erleben, dass ihr Beitrag zählt: „Wenn Wirkung sichtbar wird, entsteht Energie.“ Gerade im Kontext der Energiezukunft werde deutlich, wie eng Purpose und Performance zusammenhängen. Auch Ferdinand Bucher, Landesdirektor der Wiener Städtischen, sprach von dieser Verbindung: „Es gibt keinen Widerspruch zwischen Sinn, Leistung und Bezahlung. Entscheidend seien Kultur, Wertschätzung und Gestaltungsspielräume – eine Erkenntnis, die sich durch den gesamten Dialog zog.
Weitere Impulse kamen von der Magistratsdirektorin der Stadt Klagenfurt Isabella Jandl, von ATRIO-Geschäftsführer Richard Oswald, der Personalverantwortlichen der Kelag Michaela Sapetschnig, Brigitte Stocker vom TZ Möllbrücke und AMS-Kärnten Geschäftsführer Peter Wedenig. Immer wieder wurde betont: Sinn lässt sich nicht verordnen, aber durch Haltung, Kommunikation und Vertrauen ermöglichen.
Die Perspektive der future minds^
In der zweiten Runde übernahmen die future minds^ – Nikolas Hartbauer (KEW), Claudia Holzmann von der Kärnten Netz, Miriam Jobst vom AMS Kärnten, Lisa Mack vom KWF, Tim Singer von Alpacem und Oliver Steiner vom ATRIO unter der Leitung von Martin Straßer das Wort. Sie beschrieben Sinn als etwas sehr Konkretes: ernst genommen zu werden, Verantwortung übernehmen zu dürfen und Entwicklungsmöglichkeiten zu haben. Eine Wortmeldung brachte es auf den Punkt: „Wir wollen wissen, wofür wir das tun – und wie unser Beitrag wirkt.“
Mehrfach wurde betont, dass Führung Orientierung geben solle, ohne Kontrolle auszuüben, und dass Vertrauen eine zentrale Voraussetzung für Motivation sei. Sinn bedeute für viele auch, dass private Lebensphasen respektiert werden und Arbeit sich in ein stimmiges Gesamtleben einfügt.
Gemeinsame Lösungsrunde: Perspektiven verbinden
In der abschließenden dritten Runde kamen Führungskräfte, future minds^ und Publikum zusammen. Fragen nach Rahmenbedingungen guter Arbeit, nach zukünftigen Kompetenzen und nach Verantwortung auf beiden Seiten wurden gemeinsam reflektiert. Deutlich wurde: Sinn entsteht dort, wo Unternehmen klar sagen, wofür sie stehen – und Mitarbeitende Raum haben, dieses „Warum“ mitzugestalten.
Der Generationendialog endete mit dem Gefühl, dass hier nicht Positionen verteidigt, sondern Brücken gebaut wurden. Oder, wie es sinngemäß aus der Runde hieß: Wenn Generationen einander zuhören, entsteht nicht nur Verständnis – sondern Zukunft.
Hier geht es zu allen Fotos vom 1. Generationendialog: online-Album
Wir danken allen Mitwirkenden für die wertvollen Perspektiven und den offenen und vertrauensvollen Dialog und der Kelag für die tolle Gastgeberschschaft. Es war ein gelungener Auftakt der Generationendialog-Serie, die am 11. Februar zum Thema „Werte im Wandel“ in Graz schon ihre Fortsetzung findet.

















